Archiv für das Tag 'Hilfe'

Für alle, die aus welchen Gründen auch immer, als deutscher Staatsbürger eigenständig auf der Suche nach einer längerfristigen Arbeit in der Volksrepublik China ist, habe ich hier eine Liste mit Hinweisen und Link zu Jobbörsen, hilfreichen Seiten und (Job-)Suchmaschinen zusammengestellt. Diese kleine Linksammlung und Auflistung ist bei über 9 monaten intensiver Jobsuche in den Lesezeichen hängengeblieben, aber ich war immer zu faul, einen richtigen Artikel draus zu machen. Trotzdem wäre es zu schade, diese nützlichen Links veröden zu lassen. Daher habe ich beinahe im Telegrammstil ein paar allgemeine Sätze zur Jobsuche für eine Arbeitsstelle in China zusammengeschrieben. Herausgekommen ist dabei eine kleiner Blogbeitrag der ohne weiteres als Einstiegshilfe und Inspiration für eigene Gehversuche auf dem immer härter umkämpften chinesischen Jobmarkt dienen kann.

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Auf Amazon gesehen. Der Name ist Programm: The Best Book On How To Get An Expat Job In China

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Insbesondere große deutsche Unternehmen oder Unternehmensgruppen mit eigenen Jobportalen, die auch Niederlassungen in China haben oder an Joint-Ventures in China maßgeblich beteiligt sind, sind eine lohneswertes Ziel, um angesurft zu werden. Allerdings ist es mühselig und zeitraubend, seine Daten in den teils sehr proprietären System einzupflegen. Tipp: Alle Daten und Dokumente – auch den Lebenslauf – als PDF, WORD-.doc und auch reinen txt (UTF-8) bereithalten – mit mit Return-Zeichen nur am Ende von Absätzen und nicht am Ende jeder Zeile; dann klappt’s auch mit dem Reinkopieren.

Inspirationsliste für Ihre Suche:

Allgemein kann man sagen, dass sehr viele auch kleine und mittlere Unternehmen in ihrem Bereich führend sind und in China Betriebs- oder Produktionsstätten betreiben. Es lohnt sich also auch ein Blick auf kleine Unternehmen.

Mit guten Chinesischkenntnissen oder besonderen Marktkennissen (z.B. Photovoltakelemnete) kann man auch versuchen, als Buy-Agent, Produktfinder oder Einkäufer in China zu arbeiten.

Als Lehrer für Englisch oder Deutsch (am besten mit Zusatzausbildung Deutsch als Fremdsprache “DaF” oder English as Second Language “ESL” hat man sehr gute Chancen bei Universtäten, Hochschulen und privaten Aus- und Weiterbildunsgstätten als Lehrer unterzukommen. Insbesondere in den Großstädten und Ballungszentren sind das angesehene und gute bezahlte Jobs – auf dem Lande hochbegehrt, aber dort wird man eventuell auch schon mal mit einer Kiste Apfelsinen bezahlt. :-)

Die Deutschen Außenhandelskammern betreiben sehr gute Websites für ihre Niederlassungen in China, haben eigene Jobbörsen, vermitteln Praktika, geben Hilfestellungen und richten sogar Jobbörsen aus.

In den Kleinanzeigen (Classifieds) werden immer wieder auch Aushilfs-oder Nebenjobs vergeben. Als Student hat man keine Arbeitserlaubnis in der Volksrepublik China, aber viele Internetagenturen bieten immer wieder Jobs für Native Speakers (z.B. Erstellen von Produktbeschreibungen) der verschiedensten Nationen an – besonders, wenn man problemlos einen Zugang zu Märkten, wie Amazon.de, eBay.de o.ä. herstellen kann. Einige Fotographen suchen immer wieder Modelle/Models und auch Sprachlabore und Synchronstudios bieten kleine Nebenjobs – aber auch als KindergärtnerIn/PädogogIn in internationalen Schulen oder Kindergärten oder als Au Pair in Privathaushalten kann man sein Glück versuchen.

Für Initiativbewerbungen bietet sich die Liste des German Company Directory mit über 4.000 Firmen und 5.000 Kontakten von deutschen Unternehmen in China an – dreisprachig Deutsch, Englisch, Mandarin, nach Stichworten durchsuchbar, nach verschiedenen Kritierien und Filtern und mit Optionen zur Sortierung. Viele Webseiten auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen, ebenso wie Großkonzerne.

Jobbörsen, Webseiten, Headhunter und Agenturen

Die genannten Websites verfügen neben Jobportalseiten, allgemeinen und standortbezogenen Informationen auch oft über editorial gepflegte Inhalte und Informationen für Expats und Ausländer in China, haben die Möglichkeit als Arbeitssuchender ein eigenes Profil anzulegen und zu veröffentlichen oder bieten an, sich passende Jobangebote nach eigenen Kriterien per e-Mail zusenden zu lassen oder einen Newsletter mit Jobangeboten zu abonieren.  Fast alle sind in englischer Sprache, teileweise auch zweisprachig (Englisch/Mandarin) oder gar nur Mandarin, aber leicht verständlich. Teilweise sind sie sehr spezialisiert (z.B. auf Lehrberufe oder für Übersetzer/Dolmetscher). In allen Webseiten inserieren deutsche, chinesische und auch internationale Firmen gleichermaßen und die meisten sind geeignet, um als Deutscher oder auch als Chinese einen Job zu finden.

Eine Tänzerin bei einer Jobmesse in Beijing führt ihre Tanzkünste vor

Eine Tänzerin bei einer Jobmesse in Beijing führt ihre Tanzkünste vor

Alle anderen Webseiten, auf die ich in 9 Monaten Jobsuche für eine Arbeitstelle in China gestoßen bin, haben sich im Prinzip aus einem Jobpool bedient, der durch die oben genannten Webseiten zur Verfügung gestellt wird oder bereits abgedeckt ist – der Rest war also quasi “abgeschrieben”. Diese Webseiten werden durch private Jobvermittler und Headhunteragenturen betrieben, die teilweise schon dafür bezahlt werden, nur ein Gespräch mit einem Kandidaten zu führen, bzw, ihn vorzustellen. Ich habe damit leider wenig erfolgversprechende Erfahrungen gemacht. Trotzdem erhebt obige Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist ohne Gewähr für Jobsuchende und Garantien.

Als allgemein bekannte, aber von mir als weniger nützlich für “Normalbürger” empfundene Webseiten zur Jobsuche in China seien hier nur beispielhaft www.monster.de, www.stepstone.de und Michael Page genannte – urteilen Sie selbst!

 

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Andere Länder andere Sitten!

Seien wir ehrlich: Natürlich ist der oben zitierte Sinnspruch arg strapaziert, aber gerade in China – mit seinen vielen Tabus und Traditionen – können soziale Interaktionen ein wahres Minenfeld von Fettnäpchen sein. Viele westlich orientierte Besucher fühlen sich in der ersten Zeit in China, wie der Schwanz der Hauskatze in einem Zimmer voller Schaukelstühle, auf denen hyperaktive Kinder sitzen. Obwohl viele dieser Tabus im Zuge eines sich änderenden Zeitgeistes verschwinden,  gibt noch einige Dinge, die man als Besucher lieber vermeiden sollte. Wer sich als Europäer oder Amerikaner in einem völlig anderen Kulturkreis bewegt, sollte sich zumindest des Umfanges der kulturellen Unterschiede bewußt sein.

Nachfolgend nur ein paar davon:

  • “Vielen Dank für die Visitenkarte – ich gucke später drauf. “

Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass man eine Visitenkarte, die man von einem Chinesen empfängt, würdigen und ein paar Sekunden studieren sollte, bevor man sie einsteckt . Aber viele Menschen beherzigen immer noch nicht, dass man die Visitenkarte nicht in die Gesäßtasche steckt oder in der Seitentasche der Hose verschwinden läßt. Für einen Chinesen ist das gleichbedeutend damit, dass Sie auf “ihm sitzen”…  (im betriebswirtschaftlichen Sinne natürlich …) Zumindest “entwürdigen” Sie der Person damit.

  • “Hier, nimm meinen Regenschirm.”
    Auch wenn diese Damen gerade gut einen neuen gebrauchen könnten, bieten Sie besser niemandem Ihren Regenschirm an.

    Auch wenn diese Damen gerade gut einen neuen gebrauchen könnten, bieten Sie besser niemandem Ihren Regenschirm an.

Bieten Sie einem chinesischen Freund, Geschäftspartner oder Kollegen nie einen Regenschirm an, wenn es anfangen sollte zu regnen. Auch wenn es als höfliche Geste von Ihnen gemeint ist, verbirgt sich dahinter ein Tabu, das einen sprachlich bedingten Hintergrund hat. Das Wort für “Regenschirm” klingt im Chinesischen sehr ähnlich wie das Wort für “Trennung”. Das Anbieten eines Regenschirmes kommt daher eher einer Geste gleich, die bei uns “die Freundschaft kündigen” bedeuten würde. Wenn Sie allerdings genau das vorhaben, ist das Anbieten eines Regenschirmes eine gute Idee. :-)

  • “Und? Trinken wir noch einen nach dem Essen?”

Verzichten Sie nach dem Essen mit chinesischen Freunden oder Geschäftspartnern auf einen “Absacker”. Alkohol nach dem Essen wird von Chinesen oft mit dem “letzten Getränk vor dem Tode” assoziiert – ähnlich wie bei und die “letzte Zigarette”. Und wer will schon, dass der nächste Drink der letzte wird? Wenn Sie sich mit Ihrem chinesischen Freunden einen hinter die Binde gießen wollen, machen Sie das während des Essens und nicht danach.

  • “Oh, wie schön -  ein Geschenk! Das muss ich sofort aufmachen. “

Falls Sie etwas von einem Chinesen als Geschenk bekommen, ist alleine dieser Akt schon ein Zeichen hoher Wertschätzung, aber zumindest großer Akzeptanz. Aber bitte packen Sie das Geschenk nie in Gegenwart des chinesischen Schenker aus und erwarten Sie auch nicht, dass ein Chinese Ihr Geschenk in Ihrem Beisein öffnet. Auch wenn das iPhone-förmige Päckchen Sie noch so verführerisch anlächelt, wird es Ihnen vielleicht nicht gelingen, Ihren enttäuschten Gesichtsausdruck zu verbergen, wenn Sie feststellen, dass es sich um einen Gedichtband mit Posie aus der Tang-Dynastie handelt und nicht um das Gadget Ihrer Träume. :-) Wenn ein Chinese Sie wortwörtlich und sprichwörtlich dazu bringt, vor ihm Ihr “Gesicht zu verlieren”, beschämt er damit gleichzeitig gleichermaßen sich selbst. Schützen Sie also bitte Ihren chinesichen Freund davor, vor Ihnen in Verlegenheit zu geraten.

  • “Aargh!”

Wahren Sie in jeder Situation die Contenance. Auch wenn Ihnen vieles fremd oder gar gefährlich vorkommt, verhalten Sie sich in China nicht, als wären Sie Gast in einer Nachmittagstalkshow! Der Verlust der Beherrschung in der Öffentlichkeit ist in China ebenfalls ein Verlust von Ansehen – sowohl für denjenigen, der sich gerade aufregt, als auch für denjenigen, der das mitansehen muss. Behalten Sie also einen kühlen Kopf und ein beherrschtes Temperament. Dazu gehört auch, dass Sie sich nicht aufregen, wenn Sie (wieder mal) den halsbrecherischten Taxifahrer der Stadt erwischt zu haben scheinen.

  • “Happy Birthday. Hier ist eine schöne Uhr… “

In westlich orientierten Ländern ein schönes Abschiedgeschenk für einen Pensionär, aber in China ein abolutes No-Go: Ein Uhr verschenken!
Eigentlich sollte es sich ebenfalls schon herumgesprochen haben, dass der Akt des Angebotes einer Uhr ähnlich klingt, wie “am Totenbett eines nahen Verwandten zugegen sein” – und damit die Bedeutung “Drop dead!”, “Fall doch tot um!” oder “Deine Zeit ist bald abgelaufen…” erhält. Sogar das Ticken einer Uhr als solches wird mit dem unvermeidlichen Gang zum Grab assoziiert. Auch wenn Sie glauben ein tolles Geechenk gefunden zu haben – lassen Sie es einfach!

  • “… und ein Taschentuch.”

Ähnliches gilt für Taschentücher – kein gutes Geschenk, weil man sich damit gewöhnlicherweise auch die Tränen abwischt. In Deutschland verschenkt man ja auch keinen Kaktus, weil einem sonst unterstellt wird, dass man sich insgeheim wünscht, dass der Beschenkte sich daran sticht.

  • “Können Sie Ihr Handy ausschalten?”

Und wenn es Ihnen auch noch so gegen den Strich geht, fordern Sie nie einen Chinesen auf, sein Handy auszumachen oder seinen Klingelton leiser zu drehen. Chinesen achten schon selbst drauf, wann und wo es angebracht ist, sein Handy anzulassen und es wird als großer Verlust von Ansehen empfunden, wenn man dann tatsächlich aufgefordert wird, sein Handy auszumachen!

So sieht ein "gehörnter Ehemann" in China aus - er hat einen grünen Hut auf.

  • “Hey, Mann. Hier gibt’s einen grünen Hut für dich. “

Wieder so ein Geschenke-Tabu: Schenken Sie einem verheirateten Mann keinen grünen Hut oder Mütze. “Den grünen Hut aufgesetzt bekommen” ist nämlich vergleichbar damit “Hörner aufgesetzt zu bekommen” – mit einem grünen Hut unterstellen Sie dem Mann, dass seine Frau ihn betrügt und er nichts davon mitbekommt!
Ja, ja – so ist China!

  • “Was guckst Du?”

Auch wenn Sie als Europäer durchaus mal Ziel des Blicke Ihrer chinesischen Umgebung sind, vermeiden Sie es einfach, zu lange Augenkontakt zu suchen und zu halten! Das gilt sowohl für Anstarren als auch für wohlwollende oder bewundernde Blicke. Nonverbale Äußerungen oder Gesten sind noch viel schwerer zu erkennende Fettnäppchen, als Worte! Zuviel “Glotzen” wird in der Regel als Missbilligung ausgelegt, auch wenn es mit Sympathie gemeint ist und zu langes “Anstarren” wird von vielen Chinesen als bedrohlich empfunden. Das heißt natürlich nicht, dass Sie einen Gesprächspartner nicht auch mal ansehen sollen – etwa ein Drittel der Zeit Augenkontakt suchen ist eine gute Faustregel.

Wie schon eingangs erwähnt, verlieren viele dieser Regeln bei den jüngeren Generationen an Wichtigkeit und Beachtung, aber Chinesen sind in der Regel sehr traditionsbewußt und kennen die Bedeutungen zumindest. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, beherzigen Sie die oben genannten Regeln im täglichen Leben in China oder im Umgang mit chineschen Freunden lieber – zeigen Sie Rücksicht, Einsicht und vor allem kulturelles Entgegenkommen und Verständnis – insbesondere bei der Kommunikation mit der älteren Generation. Täte uns in Deutschland auch gut, oder?

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In der Zeit vom 25.11.2010 bis 24.10.2010 gehen vom Verkaufserlös jedes Capacitive Stylus P101 oder P501 im shop4nerds 1,- € als Spende an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS).

Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation, die auf Spenden angewiesen ist. Auch, wenn wahrscheinlich nicht allzu viel zusammenkommen wird, spende ich den oben genannten Anteil am Verkaufserlös.

Das Ergebis wird an dieser Stelle Anfang des nächsten Jahres bekannt gegeben.

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