China Reisen vom Spezialisten

Archiv für das Tag 'Tipp'

Endlich ist es wieder soweit!
Ich habe sie Ihnen schon mal als Geheimtipp vorgestellt, aber ich befürchte, die Sitcom “The IT-Crowd” ist zu gut, um lange einer zu bleiben. Wer in der glücklichen Lage ist, den TV-Sender Comedy Central zu empfangen, kommt in den Genuss der vierten Staffel “The IT-Crowd”. Die vierte Staffel startet am Freitag, dem 7. Januar um 23:10 Uhr.

Probleme mit dem Computer hatten wir wohl schon alle einmal. Wenn man sich nach stundenlanger Tüftelei eingestehen muss, dass man eigentlich nicht wirklich weiß, wo das Problem liegt, schaut man durch die Kontakte in seinem Handy und irgendwie hat jeder Computerphobe darin jemanden abgespeichert, den er anruft, wenn der Rechner streikt. Geben Sie es ruhig zu, falls Sie nicht mal seinen Namen kennen und ihn (selten auch sie) unter “Computerfreak”, “Computerfritze” oder “Computertyp” abgespeichert haben. Oder gehören Sie vielleicht selbst zu der Gruppe der bedauerlichen Menschen, die sofort kontaktiert werden, wenn Windows abstürzt, und die sich am Telefon mit Dialogen wie dem folgenden herumschlagen müssen?

“FreundIn”: … (erlärt umständlich, dass sein/ihr Rechner nicht hochfährt)
Sie: Ferndiagnose am Telefon ist immer schlecht. Was hast Du denn als letztes an dem Rechner gemacht?
“FreundIn”: Ich? Gar nichts! Der ging einfach nicht mehr!
Sie: Also angeschaltet und fuhr nicht hoch?
“FreundIn”: Genau so war’s – ich habe auch extra schon den neuen ATI-Treiber für meine NVIDIA-Graphikkarte eingespielt.
Sie: … (beißen sich in den Arm)

Moss, Jen & Roy

Moss, Jen & Roy

In Bürokomplexen von großen Unternehmens gibt’s dafür die IT-Abteilung. Wenn der Rechner nicht mehr will, ruft man halt dort an und irgendwann kommt ein Typ mit zotteligen Haaren und im T-Shirt mit irgendeinem “Nerd” oder “Geek”-Aufdruck, den Sie sowieso nicht verstehen. :-)

Die englische Sitcom “The IT-Crowd” von Channel 4 handelt von genau diesen Typen, die mit Fachwissen ebenso vollgestopft sind, wie mit Neurosen und Komplexen, irgendwo im Keller hausen und von deren Gesprächen Sie kein Wort verstehen, wenn sie morgens mit Ihnen im Aufzug zu Ihrem Arbeitsplatz hochfahren.
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Denken Sie gerade darüber nach, warum ihre letzte Stromrechnung so hoch war und wie Sie die Abschläge bezahlen sollen?

Denken Sie gerade darüber nach, warum ihre letzte Stromrechnung so hoch war und wie Sie die Abschläge bezahlen sollen?

Die Energiepreise in Deutschland steigen praktisch jährlich! Die Liberalisierung des Strommarktes und die Einführung der Strombörse haben dem Verbraucher eigentlich nicht wirklich etwas gebracht. Stattdessen drehen die vier größten deutschen Stromanbieter immer weiter an der Preisschraube – mit der Begründung der hohen Wartungskosten und der imensen Steuern usw. Die Wahrheit ist aber, dass alle vier in den Jahren 2008 und 2009 Gewinne – nicht nur Umsätze – in Milliardenhöhe eingefahren haben. Das eigentlich Überraschende und Erschreckende daran ist aber, dass wir Endverbraucher selbst daran schuld sind, wenn wir zuviel für Strom oder Gas bezahlen. Es ist einfach, die Schuld bei den Energieversorgern zu suchen, aber die Energieversorger sind Unternehmen, die profitorientiert arbeiten. Es bringt absolut nichts, wenn Sie Ihren Unmut gegen die Energieversorgungsunternehmen äußeren – Ihre Strom- oder Gasrechnung wird dadurch nicht geringer. Was erwarten Sie denn auch? Etwa dass die regelmäßig die Strom- und Gaspreise senken? Doch Sie können schon jetzt der nächsten Stromrechnung entgegenwirken.

Was können Sie tun, um Energie zu sparen und damit die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zu schonen?
Ich stelle Ihnen an dieser Stelle eine kleine begründete Liste von Maßnahmen vor, die sich in jedem Haushalt einfach umsetzen läßt, gebe Ihnen anschließend allgemeine Tipps und am Ende dieses Beitrages erfahren Sie, wie Sie mit dem gesenkten Verbrauch schon die nächste Stromrechnung senken können!

Vielleicht haben Sie die nachfolgenden Tipps alle schon mal gelesen oder in einem Fernsehbericht gesehen. Lesen Sie sie sich trotzdem durch. Ich habe mir extra die Mühe gemacht, sie auch schlüssig zu begründen, aber vor allem: Setzen Sie einen nach dem anderen in Ihrem Haushalt um! Ich weiß, dass die Sie die Wirkung erst am Ende des Abrechnungszeitraumes auf Ihrer Stromrechnung sehen, aber das ist kein Grund diese einfachen Maßnahmen aufzuschieben. Seien Sie ehrlich: Wenn Ihnen jemand das Geld, das Sie sparen können, sofort bar in die Hand drücken würde (und das können ein paar hundert Euro sein!), würden Sie sich schon die Zeit nehmen!

In Berichten im TV werden gerne Vergleichsrechnungen “Vorher – Nachher” aufgemacht. Ich habe nachfolgend bewußt darauf verzichtet, weil diese Vergleichsrechnungen meiner Meinung nach nicht verallgemeinert werden können (in einem 4-Personen-Haushalt steckt viel mehr Einsparpotential/Person als in einem Single-Haushalt) und die Vergleichsrechnung vernachlässigt einen psychologischen Faktor. Viele Menschen ändern nämlich unbewußt ihr Verbrauchsverhalten, nachdem sie mit Energiesparnaßnahmen angefangen haben. Plötzlich wird die Deckenbeleuchtung im Arbeitszimmer angelassen, wenn man den Raum verläßt, weil “man ja eine Energiesparlampe nutzt – Die verbaucht ja nicht so viel”. Das ist so, als würden sie extra Halbfett-Produkte kaufen, um abzunehmen, aber dafür die die doppelte Menge essen. Na, habe ich sie erwischt?

Die üblichen Verdächtigen:

  • Energiesparlampen bringen vor allem in Haushalten, in denen oft und lange das Licht an ist, eine ganze Menge. Hören Sie mit dem Gejammer “Das Licht gefällt mir nicht!” und “Die brauchen so lange, bis die hell werden” und “außerdem sind die so teuer” auf! Die Industrie hat längst reagiert! Das Licht wurde dem natürlich Spektrum des Sonnenlichts angeglichen, die Startzeiten haben sich drastisch verkürzt und Energiesparlampen bekommen Sie in jedem Baumarkt oder beim Discounter um die Ecke! Und der Preis von qualitativ hochwertigen Energiesparlampen wird noch stärker sinken, wenn Sie sie kaufen!  Leider tummeln sich mittlerweile viele Billiganbieter auf dem Markt, die Energiesparlampen minderer Qualität, verkürzter Lebensdauer und geringer Lichtausbeute anbieten. Daher stammen auch die vielen Vorbehalte gegen Energiesparlampen im Allgemeinen.
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    Der hellste Testsieger mit Link zu Amazon:
    Philips Tornado ESaver dimmbar 20W/230V E-27 827 warmweiß
    (ohne Gewähr)
    Und geben Sie endlich ihren Halogen-Deckenfluter in den Müll, der verbraucht selbt, wenn er aus ist, bis zu 10W. Apropos Halogenleuchten: Es gibt für Halogensysteme übrigens auch schon einen akzeptablen und sehr energiesparenden Ersatz: LED-Strahler. Diese Leuchtmittel haben 8 bis 16 LEDs (auch farbig und/oder dimmbar) in einer Fassung für Halogenstrahler. Finden kann man sie in unter anderem Baumärkten. Leider werden sehr viele technisch noch nicht ganz ausgereifte Strahler angeboten, deren Lichtausbeute gering ist. Schauen Sie sich Leuchtmittel mit LED-Technik also unbedingt vor dem Kauf im direkten Vergleich zu herkömmlichen Halogenstrahlern an.

  • Kühlschrank - Kühlschränke können echte Energiefresser sein! Gerade alte Geräte saugen an der Steckdose als gäbe es kein morgen! Abgesehen von einem neuen Kühlschrank können Sie bei vernünftigem Umgang mit ihrem jetzigen Gerät Energie sparen. Kühlschranktür auf, reingucken und dann erst überlegen, was man essen will, ist pure Energieverschwendung – ebenso, wie das Offenstehenlassen der Türe, während man den Tisch deckt! Prüfen Sie, ob die Dichtung an der Türe noch ordentlich abdichtet!
  • Vorbildliche: Standby Stromaufnahme unter 1W für Geräte, die nachts anbleiben sollen. Hier ein Full-HD-Receiver, der nachts Sendungen aufzeichnen soll.

    Vorbildliche: Standby Stromaufnahme unter 1W für Geräte, die nachts anbleiben sollen. Hier ein Full-HD-Receiver, der nachts Sendungen aufzeichnen soll.

    Standby-Modus - Die meisten technischen Geräte haben einen Standby-Modus. Leider verbraten Fernseher, Drucker, DvD-Player, Spielekonsole & Co trotzdem Strom, wenn sie im Standby sind. Einfache Faustformel: Alles was warm wird (auch am Netzteil) während man es nicht braucht, muss richtig ausgemacht werden. Einfache Steckdosenleisten mit Schaltern für 5 Euro aus dem Baumarkt tun es schon! Viele, aber längst nicht alle Geräte der Unterhaltungselektronik haben verringerte Standby-Stromaufnahmen von unter 1W. Aber die Produktion solcher Geräte ist aufwendiger und teurer. Trotzdem gibt es auch günstige Geräte mit geringer Leerlaufverlust. Wenn Sie also ein Gerät dauerhaft beteiben wollen, wie ein DSL-Modem, einen WLAN-Router oder einen DR-HD 201 Full-HD-Sat-Receiver mit Aufnahmefunktion, weil Sie nachts Filme aufnehmen wollen, achten Sie auf’s Netzteil oder fragen Sie nach der Stromaufnahme im Standby. Verkäufer mit roten Hemden sagen dann gerne “Ach das ist nicht viel!”, die Wahrheit ist, dass sie es einfach nicht wissen, also haken Sie nach und kaufen Sie nur Geräte mit Leerlaufleistung unter 1W.

  • Computer – Man sieht es den blinkenden Kisten oft schon an, aber spätestens ein Blick auf’s Netzteil verrät, dass Computer (Desktop) wahre Energieverschwender sind. Faustformel: 2 Rechner mit Monitor (egal ob Röhre oder LCD) sind wie ein Heizlüfter! Schalten Sie im Bios alle verfügbaren Stromsparmodi an und nutzen Sie sie! Lassen Sie die Kiste nicht Tag & Nacht durchlaufen! Ein Rechner zieht sich im Leerlauf immer noch soviel Strom in die Leitungen, wie eine eine 100W-Glühbirne und die würden Sie doch auch nicht in ein Computergehäuse hängen oder? Wer “nur” chattet oder E-Mails schreibt und ab und an im Internet surft, kann die Kiste auslassen und sich ein Notebook oder Netbook holen, in denen meist stromsparende Prozessoren zum Einsatz kommen und die man schnell zuklappen kann, um Energie zu sparen und die fast ebenso schnell nach dem Aufklappen wieder einsatzbereit sind. Ansonsten sollte ein Rechner aus sein, wenn er nicht genutzt wird!
    Und liebe Familien und Wohngemeinschaften, die einen Rechner ausrangiert haben, um damit einen Server zu betreiben, auf den alle Familien- oder Haushaltsmitglieder zugreifen können: Mittlerweile gibt’s billige Gehäuse für Festplatten, die Speicherplatz im Netz zur Verfügung stellen und im Betrieb ebenso wie im Ruhezustand deutlich weniger Strom verbrauchen als jeder Komplettrechner! Manche dieser Dinger bieten sogar erweiterte Dienste, wie Video-Streaming, Internet-Radio, Filesharing-Clients oder ganze Bilder-Server. Diese sogenannten NAS (Network Attached Storage)-Geräte lassen sich auch für verschiedene Benutzer einrichten, damit vertrauliche Daten schön getrennt bleiben, und Quotas, damit jedem Benutzer gleich viel Platz für seine persönlichen Daten zugeweisen wird.
  • Warmwasserbereitung/Durchlauferhitzer - apropos heiß machen. Viele Stromfresser verstecken sich unter der Spüle oder im Bad. Durchlauferhitzer älterer Baujahre erhitzen mit hohem Energieaufwand Wasser, um dann wieder kaltes Wasser beizumischen! Totaler Quatsch! Neue Durchlauferhitzer arbeiten nach einem anderen Prinzip. Sie sind “smart” und erhitzen das benötigte Wasser nur bis zu einer voreingestellten Temperatur. Weiterer Vorteil: Dreht jemand in der Wohnung oder im Haus das Wasser auf, bleibt die Temperatur unabhängig davon konstant – also keine Verbrennungen oder kalte Duscheinlagen mehr, wenn der Nachbar das Wasser aufdreht! Fragen Sie Ihren Stromanbieter – viele bezuschussen “smarte” Durchlauferhitzer, wenn Sie einen regional ansässigen Betrieb mit der Installation beauftragen (was Sie ja eh tun müssen). Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter – für ein Angebot, etwas kostenlos oder deutlich verbilligt zu bekommen, wird er bestimmt ein offenes Ohr haben – und Sie einen neuen Durchlauferhitzer, der Ihre Stromrechnung drastisch reduzieren kann.
  • Wäschetrockner - Ja, der Wäschetrockner ist eine tolle Erfindung – sagen die Energieerzeuger und Hersteller! Aber wenn Sie schon so einem Stromfresser ein Heim bieten, dann füttern Sie ihn doch nicht auch noch. Genauso gut können Sie ihre Wäsche im Keller, auf dem Balkon oder in der Wohnung trocknen. Seien Sie ehrlich, ein Wäschetrockner ist ein innig geliebter Luxus, der Ihnen Arbeit spart und die Bequemlichkeit fördert. Und falls sie damit nur Hunde- oder Katzenhaare entfernen oder einfach nur mögen, dass die Wäsche so schön fluffig wird, haben Sie die Zahl hinter “zu zahlender Betrag” auf Ihrer Stromrechnung wahrlich verdient!
  • Backofen – immer wieder liest man z.B. auf Tiefkühlprodukten (Pizza!) diesen dämlichen Hinweis: “Backofen auf x°C vorheizen! Das ist natürlich totaler Quatsch und die Pizza wird genauso gut und schmeckt genauso lecker, wenn sie im nicht vorgeheizten Backofen gegart wird. Warum schreiben die Hersteller das dann extra drauf? Ganz einfach: Jeder Backofen braucht verschieden lange, bis er Betriebstemperatur hat. Die Hersteller können aber nur eine Garzeit auf die Tiefkühlkost schreiben. Um diese Garzeit vergleichbar zu machen, geben Sie eine Temeperatur an, die der Ofen schon haben sollte. Der Pizza gefrorenen Pizza ist das egal. Sie ist sowieso schneller fertig, wenn Sie im nicht vorgeheizten Ofen zubereitet wird. Der Stromverbrauch halbiert sich locker ohne Vorheizen! Übrigens gilt das auch für alle anderen Koch- und Backrezepte!
  • Arbeitet dieser kleine Energieverschwender unauffällig in Ihrer Küche?

    Arbeitet dieser kleine Energieverschwender unauffällig in Ihrer Küche?

    Kaffeemaschine - genauer müßte man sagen: Kaffeemaschine mit Glaskanne und Warmhalteplatte. In solchen Maschinen wurde unter Einsatz von Energie erst Wasser zum Kochen gebracht und nach dem Druchlaufen oft stundenland auf einer kleinen Heizplatte heiß gehalten. Das ist natürlich bequem in der Anwendung, aber totale Energieverschwendung. Entweder schüttet man den Kaffee nach dem Aufbrühen in eine Thermoskanne um oder man kauft sich sofort eine Kaffeemaschine ohne Warmhalteplatte und mit Thermoskanne. Wer nur ab und an einzelne Tassen Kaffee kocht, sollte auch über eine Kaffeepad-Maschine nachdenken!

  • Technischer Firlefanz – Liebe Dekofreunde – laßt doch endlich diese dummen beleuchteten Deko-Artikel sein! Über das Aussehen kann man ja noch streiten, aber die meisten dieser Dinger kommen aus Fernost und die Netzteile verbraten unnötig Strom, der als Abwärme abgegeben wird! Muss man beleuchtete Wände oder Fußboden haben wie eine Landebahn am Flughafen für den A380 in einer nebeligen Nacht? Muss ein Seifenspender nachts zu sehen sein? Muss eine Lichterkette ganzjährig eine Wand beleuchten? Wenn Sie sich als Naturfreund bezeichnen und sich einen strombetriebenen und beleuchteten Zimmerspringbrunnen in die Wohnung stellen… - denken Sie doch einfach mal nach, was Sie da gerade tun! *ticktack-ticktack-ticktack!* Legen Sie mal eine Hand auf’s Netzteil so eines kleinen leuchtenden Firlefanzes. Warm – oder gar heiß? Diese Wärme wird durch Strom erzeugt und hat nicht den allergeringsten Nutzwert! Und als Mehrwert brennen ein paar kleine LEDs. Ich persönlich finde, man muss nicht alles umsetzen, was Tine Wittler & Co. gerade in den Kopf kommt!

Was verbraucht wieviel und was kann man sonst noch tun?

Mittlerweile habe ich meinen Energieverbrauch von über 3.500 kWh/Jahr auf 1.200 kWh gesenkt und so meine Stromrechnung halbiert – trotz steigender Energiepreise! Als erstes machen Sie mal eine Bestandsaufnahme, wenn wieder mal so eine lästige Rechnung vom Energieversorger ins Haus flattert. Suchen Sie nach den Übeltätern! Oft sind es nicht nur überflüssige Elektrogeräte, sondern unser verschwenderischer und gedankenloser Umgang schuld an der hohen Stromrechnung. Beobachten Sie sich und Ihre Familie. Wie oft steht der Kühlschrank auf? Wie oft bleibt im Bad nachts das Licht an? Wie oft ist morgens der Fernseher im Standby und/oder der Receiver noch an?

Kleiner Helfer mit großer Wirkung

Kleiner Helfer mit großer Wirkung

Danach checken Sie mal ein paar Verbraucher, die an der Steckdose hängen. Das ist total einfach und man braucht keine komplizierten Geräte, Ausbildung als Elektriker oder auch nur ein Abitur dafür. Sie brauchen nur ein simples Energiekostenmessgerät. Solche Dinger kommen in die Steckdose und haben eine eigene Steckdose für den Verbraucher und zeigen den aktuellen Verbrauch an Strom an. Leider gibt’s große Unterschiede in der Qualität der Messung. Laut der Computer-Zeitschrift “c’t”, die verschiedene Strommessgeräte getestet hat, ist der Voltcraft Energie Check 3000 eine gute Wahl. Mit ihm kann man auch Messungen über längere Zeiträume (z.B. am Kühlschrank) machen. Bei viele örtlichen Energieanbieter kann man sich aber solche Messgeräte auch ausleihen (manchmal gegen eine kleine Gebühr, manchmal gegen Pfand). Der oben genannte Voltcraft Energie Check 3000 kostet bei Amazon unter 30,- Euro. Wem das immer noch zuviel ist, weil er das Ding ja nur ‘ne Woche braucht, kann das Messgerät aber auch bei ebay wieder vertickern! Dann hat’s vielleicht am Ende zwar doch 5,- Euro gekostet, aber wenn Sie dadurch einen unnötigen Stromfresser in Ihrer Wohnung ausmachen können, hat sich die Investition doch schon gelohnt!

Eine weitere Maßnahme zur Senkung des Energieverbrauches Ihres Haushaltes ist die Sensibilisierung der Familienmitglieder bezüglich ihres Stromverbrauches. Sprechen Sie zuerst mal mit ihrem Partner/Partnerin. Überlegen Sie, wie sie Strom sparen können und setzen Sie Ihre Überlegungen in konkrete Maßnahmen um! Manchmal reicht schon ein Zettel mit der Aufschrift “Türe schließen!”, der mit einem Türmagneten auf dem Kühlschrank befestigt wird.

Gehen Sie zusammen die obige Liste an Energiespartipps durch – ich habe extra reingeschrieben, warum und wieso man mit den einzelnen Maßnahmen deutlich Strom spart. Überlegen Sie, was sie mit einem dreistelligen Betrag, den Sie nicht Ihrem Energielieferanten geben müssen alles Schönes machen können!

Brauchen Sie noch weitere Beispiele?

“Heimliche” Stromfresser

  • Alte TV-Geräte, Videorecorder und Steckernetzteile
  • ADSL-Router
  • Sat-Tuner
  • Set-top-Boxen (DVB-T)

Stand-by-Verbrauchswert von Geräten

  • Videorecorder: 10 W (Altgeräte), 3 W (Neugeräte)
  • Röhren-TV: 15 bis 20 W
  • LCD-TV: 1 – 3 W
  • Radiowecker: 5 W
  • Halogenlampe mit Steckernetzteil: 5W
  • HiFi-Anlage: 10 W

Leider sind andere Familienmitglieder, die nicht direkt an der Zahlung der Stromrechnung beteiligt werden, oft vernünftigen Argumenten weniger zugänglich. Ich spreche von Ihren Kindern!

Der Computer im Jugendzimmer der halbwüchsigen Tochter oder Sohnes läuft im 24-Stunden Dauerbetrieb, um die sofortige Zustellung einer E-Mail zu gewährleisten? Dabei läuft der Fernseher ohne Ton, während der Nachwuchs Musik hört? Die Kinder haben sämtliche Lichter im Spielzimmer an gelassen, obwohl sie im Garten sind?

Verbote, Gemecker und immer wieder “dieselbe Leier” bringen da wenig Abhilfe. Kinder verstehen nicht wirklich und Jugendliche fühlen sich oft eingeschränkt, wenn man ihnen den “Saft abdreht”. Trotzdem sollten Sie mit Ihren Kindern über den Stromverbrauch sprechen. Nicht schimpfen – sprechen! Beziehen Sie sie in ihre Stromspar-Vorhaben ein. Wie gesagt bringen Verbote und Strafen wenig und könnten sich schnell als kontraproduktiv erweisen und den Familienfrieden stören. Aber wie bringt man die Kinder dazu mitzuziehen? Indem man positives Verhalten verstärkt und den Nachwuchs motiviert, am eigenen Verhalten zu arbeiten. Stellen Sie eine Belohnung in Aussicht, wenn sie nächste Stromrechnung deutlich niedriger ist als die aktuelle. Familienausflug, neues Handy oder die Aussicht auf ein Finanzspritze zum Roller, Führerschein oder Auto können Wunder wirken. Natürlich kann man auch einfach mal ne Woche mit einem Strommessgerät den Stromverbrauch im Kinder- oder Jugendzimmer messen und auf dieser Grundlage wöchentlich eingesparte Energie mit Taschengeld-Boni entlohnen. Das wirkt direkter und vor allem kurzfristiger!

Das Beste kommt zum Schluss oder “Wer zuletzt lacht, lacht am Besten!”

Wenn Sie trotz aller Energiesparmaßnahmen im Haushalt immer noch kräftig nachzahlen müssen, anstatt am Ende des Jahres Geld von Ihrem Stromanbieter zurück zu bekommen, sollten Sie unbedingt weiterlesen. Mein letzter Energiespartipp ist der wahrscheinlich wichtigste und vernünftigste von allen:

Wechseln Sie zu einem günstigeren Stromanbieter!

Vorurteile wie “Dann bekomme ich nen neuen Zähler“, “Dann muss ich soviel Papierkrams ausfüllen“, “dann wird mir der Strom abgestellt und ich muss warten, bis der neue Anbieter den wieder andreht” oder “Nachher bekomme ich noch Atomstrom, wo ich doch so großen Wert auf Ökostrom lege” sollten mittlerweile ausgeräumt sein. Den Strom- oder Gasanbieter zu wechseln, ist einfacher als je zuvor und Sie müssen dazu auch nicht stundenlang im Internet suchen, um den günstigsten und für Sie und Ihre Familie passensten Stromtarif zu finden. Der Wechsel ist ganz einfach und mit ein paar Klicks erledigt – der Rest läuft mehr oder weniger von alleine.

Schlagen Sie überteuerten Stromanbietern ein Schnäppchen
Ich habe vor ca. einem halben Jahr meinen Stromanbieter gewechselt, weil ich zum einen kein weiteres Einsparpotential in meinem Haushalt sah (und sehe) und zum anderen, weil ich mich maßlos darüber geärgert habe, dass mein damaliger Anbieter, den Strompreis “mal eben” zum Jahresanfang erhöht hatte. Damit hatte er quasi im Handstreich die Belohnung für meine selbstverordneten Energiesparbemühungen zum großen Teil entwertet, bzw selbst eingestrichen.

Gefällt Ihnen der Anblick? Möchten Sie nicht auch lieber, das dieses Geld bei Ihnen bleibt und nicht in die Kasse überteuert anbietender Stromkonzerne wandert?

Gefällt Ihnen der Anblick? Möchten Sie nicht auch lieber, das dieses Geld bei Ihnen bleibt und nicht in die Kasse überteuert anbietender Stromkonzerne wandert?

Mir scheint es sowieso so zu sein, dass die Energielieferanten gar kein Interesse daran haben, dass der Verbraucher Strom spart, oder? Die verkaufen schließlich den Strom an uns Verbraucher. Wird weniger verbraucht, verdienen die Energiekonzerne weniger. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie dann anschließend diese geringeren Einnahmen wenigstens zum Teil durch höhrere Energiepreise zu kompensieren versuchen – und unsere Regierung sieht tatenlos zu, weil Sie ja damit auch schön Steuern scheffelt. Aufrufe durch die Energielieferanten zum Stromsparen kann man dann ja wohl getrost als Lippenbekenntnisse betrachten. Der meiner Meinung nach einzige Weg, die Energieriesen über ein Nach- und Umdenken zu einer nachhaltigen Preispolitik zu bewegen, ist zu einem anderen Stromanbieter zu wechseln!

Wenn Sie sich ein neues Auto kaufen und ein vergleichbarer Wagen ist bei einem Autohaus deutlich höher als der Konkurrenz nebenan, kaufen Sie doch auch den billigeren Wagen, oder? Verlassen Sie sich drauf: Wenn genug Leute das genauso machen wie Sie, wird das teurere Autohaus letztenendes auch die Preise senken! Das nennt sich Marktwirtschaft, bei dem Angebot und Nachfrage den Preis regulieren. Und bei einer Automarke kann man ja noch persönliche Präferenzen (z.B. bzgl. des Aussehens) haben, aber Strom ist Strom und wenn Sie auf ökologisch nachhaltig erzeugtem Stromtarifen bestehen, bekommen Sie sie auch!

Sie müssen nicht jede Kröte schlucken! Auch die Stromrechnungskröte nicht.

Sie müssen nicht jede Kröte schlucken! Auch die Stromrechnungskröte nicht.

Ich habe jetzt jedenfalls einen Ökostrom-Anbieter, habe 70 Euro Empfangsgeld gutgeschrieben bekommen und eine Preisgarantie über 18 Monate! Außerdem spare ich über 100 Euro/Jahr im Vergleich zu meinem bisherigen Stromtarif und kann nach einem Jahr wieder wechseln. Bedenken Sie: Ich spreche von einem Single-Haushalt. Was kann man dann erst als Pärchen oder als Familie sparen? Strompreiserhöhung? Man muss ja nicht jeden Blödsinn mitmachen!

Der Wechsel war total einfach. Aktuellen Verbrauch und Postleitzahl eingeben, vergleichen, aussuchen und anklicken. Nach ein paar Tagen bekam ich den neuen Vertrag zugeschickt, habe die Bedingungen durchgelesen, unterschrieben und ihn zurückgesendet und fertig – die haben sogar meinen alten Vertrag für mich gekündigt und ich brauchte mich um nix kümmern. Während des Wechselvorganges bekam ich immer wieder Statusmeldungen per E-Mail von Verivox, bzw dem neuen Anbieter über den Stand der Dinge. Selbst einen Handy-Vertrag abzuschließen ist komplizierter!

Wenn Sie glauben, dass Sie zuviel für Strom und/oder Gas bezahlen, handeln Sie jetzt und machen Sie Ihrem Energieanbieter einen fetten Strich durch die Rechnung!

Für mich hat Verivox den einfachsten, schnellsten und umfangreichsten Preisvergleichsrechner für Strom- und Gastarife im Internet. Brauchen Sie eine zweite Meinung? Hier habe ich Ihnen mal eine zweite, dritte, vierte und fünfte Meinung über den Service von Verivox aufgelistet:

  • Hervorragender Service und die besten Tarife sind die Markenzeichen von Verivox. Das hat auch die Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe 09/2008 beim Test von 11 Stromtarifrechnern im Internet festgestellt. Hierbei errang Verivox unangefochten den ersten Platz mit der Note 1,1 und als einziges Unternehmen das Prädikat “SEHR GUT“.
  • Als unabhängiges Verbraucherportal stehen Integrität und Glaubwürdigkeit der Informationen für Verivox an erster Stelle. Daher wurden die Online-Prozesse von Verivox durch den TÜV SÜD erfolgreich geprüft, wobei ein großes Augenmerk auf Datenschutz und technische Sicherheit gelegt worden ist. Dieser Vorgang ist für diese Branche einmalig. Damit haben Sie als Kunde die Gewissheit, dass Ihre Daten bei Verivox sicher aufgehoben sind.
  • Um sicherzustellen, dass die Kunden von Verivox mit dem Service zufrieden sind, läßt Verivox den kompletten Kundenservice auf Zufriedenheit vom TÜV Saarland überprüfen. Das Ergebnis: Der Kundenservice von Verivox.de wurde mit der Gesamtnote SEHR GUT bewertet.
  • Verivox steht für die günstigsten Tarife und hat dies nun auch schwarz auf weiß. Das Magazin Öko-Test überprüfte 21 Strompreisrechner im Internet und nur Verivox hat die Höchstpunktzahl erhalten. Denn nur Verivox fand alle 30 gesuchten Tarife. Für Sie als Verbraucher heißt das: Sie können sich auf Verivox verlassen.
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Ein Hinweis in eigener Sache, bevor ich hier einen Haufen Anwälte in billigen Anzügen und noch billigeren Aktentaschen vor der Tür stehen habe: Dieser Beitrag gibt die Meinung/Erfahrung des Autors wieder und entspricht dem Artikel 5 Absatz 1 des Grundgesetzes:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Bürokratie für Gewerbetreibende
Gewerbetreibende kennen die Bürokratiemaschine des Bundes, der Länder und Kommunen und anderer Behörden nur allzu gut. Gerade Kleinunternehmer und Mittelständler werden mit Anträgen, Gebühren, Erhebungsbogen und Vorschriften geradezu überschüttet und sind allein von der Menge schlichweg überfordert. Seien Sie mal ehrlich: Wer kennt schon alle Vorschriften und Erhebungen bezüglich seines Gewerbebetriebes?

Macht schon wirklich einen sehr "amtlichen" Eindruck, oder? Aber wie so oft steckt der Teufel...

Macht schon wirklich einen sehr "amtlichen" Eindruck, oder? Aber wie so oft steckt der Teufel...

Abzocke?
Einige findige Unternehmen machen sich die Unwissenheit zu Nutze und legen eine ganz perfide Masche an den Tag. Ähnlich wie mir flattern wahrscheinlich tausenden Gewerbetreiben in diesen Tagen Briefe der “Gewerbeauskunfts-Zentrale” (noch nie vorher gehört!) in die Briefkästen. Genau wie Briefe der Städte und Kommunen sind diese Schreiben in grauen Fensterumschlägen verpackt und auf grauem (Umweltschutz?)- Papier gedruckt. Der erste Eindruck bei mir war: “Oh, die Stadt. Was wollen die denn von mir?”

Beim Lesen fällt auch die Imitation von “Amtdeutsch” auf. Ebenso die häufige Verwendung von Imperativen wie “muß durch Sie ergänzt werden” oder “prüfen Sie”, “Senden Sie uns” oder “kontrollieren Sie” ohne auch nur mehr als einmal das Wörtchen “Bitte” zu verwenden.  Es gibt “Ankreuzfelder” und Linien zum Ausfüllen, Hinweiskasten und fettgedruckte Unterstreichungen mit Fristangaben, aber auch übertitelnde Hinweise wie “Schreiben ist Ihnen schon am am tt.mm.jjjj per Post zugewandt worden!”, die mich assoziieren ließen, es ginge um irgendeine zu erfüllende Frist und ich hätte schon irgendwas verpasst. Ein Schreiben habe ich jedenfalls nie zuvor von denen bekommen.

Es wird eine Abteilung genannt, ein Strichcode “ziert” das Schreiben, selbst die Wahl der Typographie (Ich tippe auch “Times New Roman”) und die vielen Unterstreichungen schaffen einen amtlichen Charakter. Am Ende ist sogar ein Platz für “Stempel/rechtsgültige Unterschrift”.

Worum geht’s?
Das Schreiben fordert mich auf, diverse Angaben zu meinem Betrieb zu machen, bzw, zu ergänzen und der Gewerbeauskunfts-Zentrale zu übermitteln.  Hier kommt übrigens auch mal das Wort “Bitte” zum Einsatz, denn ich soll meine “Daten bei Annahme des Angebotes nochmals auf Richtigkeit kontrollieren” und “Bitte mit meiner Unterschrift bestätigen” – Übrigens ein kleiner Bezugsfehler an dieser Stelle “Ihre” wird nur als Anrede in Briefen groß geschrieben, wenn ich meine Angaben auf “ihre” Richtigkeit prüfen soll, bleibt’s schön klein, gelle!

...tief im Detail - hier im Kleingedruckten, das seinen Namen wahrlich verdient! Geschätze 7 bis 8 Punkt in ca. 70% Grau auf grauem Papier.

...tief im Detail - hier im Kleingedruckten, das seinen Namen wahrlich verdient! Geschätze 7 bis 8 Punkt Schriftgröße (oder sollte man sagen "Schriftkleine"?) in ca. 70% Grau auf grauem Papier.

Der Teufel steckt im Detail – in diesem Fall im Kleingedruckten…
Die perfide Masche, um die es in diesem Schreiben eigentlich geht, ist aber folgende: Trotz des ersten Eindruckes, ein amtliches Schreiben vor sich zu haben, ist die Gewerbeauskunft-Zentrale nichts anderes als ein privatrechtliches Internetportal. Ich verzichte hier auf einen Link, um der Seite nicht die gewünschte Aufmerksamkeit zu widmen. Die GWE- Wirtschafts- informationsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Hauptsitz in Düsseldorf – ein Zufall, dass der Firmensitz in der Landeshauptstadt gewählt wurde? – betreibt im Internet eine “Auskunftei”, “Adresssammlung” oder “Informationsportal” oder wie immer man es nennen will, und erhebt für einen Eintrag satte Gebühren jährlich im voraus. Eigentlich handelt es sich also um eine Art “Branchenbuch”.

Obwohl das Wort “Angebot” durchaus auf der Vorderseite zu finden ist, entpuppt sich das vermeintliche amtliche Schreiben erst in den AGB auf der Rückseite als das was es ist: Ein “Bestellformular” für einen Eintrag auf der Internetseite. Durch Bestätigung des Angebotes geht man einen Vertrag ein, der einen 478,20 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Jahr kostet und jährlich wieder fällig wird, wenn man nicht mit 3-monatiger Frist kündigt. Die Laufzeit beträgt 24 Monate!

Ich will das mal etwas drastischer formulieren: Wenn Sie dieses Schreiben ausfüllen und unterschrieben zurücksenden oder faxen, werden Sie auf einen Schlag 1138,12 Euro los und bekommen für Ihr Unternehmen ein zweijähriges Jahres-Abo eines Basiseintrages in einem Internetportal, dessen Nutzen meiner Meinung nach die Grenze zur Fragwürdigkeit weit weit hinter sich gelassen hat. Glauben Sie, dass Sie auch nur einen einzigen Kunden durch solch einen Eintrag bekommen? Wollen Sie wirklich zwei Jahre lang rund 1,56 Euro pro Tag dafür ausgeben? Für das Geld können Sie sich einen hervorragenden Farb-Laserdrucker, Toner, Papier und Postwertzeichen kaufen und selbst ein paar Kunden anschreiben. Kaufen Sie sich lieber Werkzeuge, Arbeitsmaterial, einen neuen Anzug oder ein schickes Kleid, spenden Sie das Geld von mir aus (und setzen es von der Steuer ab!) oder besuchen Sie mit Ihren Kindern einen Freizeitpark, fahren Sie in den Urlaub oder holen Sie sich ein iPhone, aber ich empfehle Ihnen dringend: Fallen Sie nicht auf diese Masche eines windigen Internetportalbetreibers herein, deren einziger Sinn darin besteht, einfachen Gewerbetreibenden das Geld aus der  Tasche zu ziehen und in die des Absenders fließen zu lassen.

Ist das nicht Betrug? Kann man nichts gegen die machen?
Nein. Die Absender mit Sitz in Deutschland legen großen Wert darauf, sich – wenn auch grenzwertig – im Rahmen der Legalität zu bewegen. Rein rechtlich gesehen und juristisch betrachtet ist das Schreiben nichts anderes als ein Angebot und Sie können frei entscheiden, es anzunehmen oder sein zu lassen, zu zerreißen und ins Altpapier zu werfen oer die Schnipsel einer neuen Verwendung zuzuführen, die ihnen meiner Meinung nach zukommt: Als Notersatz für Toilettenpapier. Ihre freie Entscheidung! Ich mache aus meinem Schreiben übrigens einen Papierflieger und lasse ihn über einer Kläranlage abstürzen!
Offziellen Stellen wird es durch die Grauzone, in der sich das Schreiben bewegt, schwer gemacht, gegen diese “Masche” vorzugehen. Trotzdem versuchen einige Verbände natürlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, darauf hinzuweisen: Der Bund der Selbstständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. weist darauf hin, ebenso wie das Mindener Blatt aufklärt. Die Absender waren sogar dreist genug, eines Ihrer Angebote an das Ordnungsamt in Korbach zu senden. :-)

Ogottogott – ich habe schon unterschrieben und abgeschickt, was soll ich tun?
Alarm, aber bitte keine Panik!

Ihnen steht ein 14-tägige Widerrufsrecht nach Abschluss des Vertrages zu. Der Widerruf muss schriftlich erfolgen und kann relativ formlos sein. Warten Sie nicht auf irgendeine Rechnung oder Zahlungsaufforderung. Solche Firmen verzögern gerne die Rechnungsstellung, datieren sie aber gekonnt. Ich weiß nicht, ob dieses Unternehmen genauso vorgeht, aber Sie wissen das auch nicht. Sicher ist Sicher, daher senden Sie Ihren Wiederruf per Einschreiben an die

GWE-Wirtschaftsinformationsgesellsacht m.b.H.
Hauptstraße 34
40597 Düsseldorf

Nutzen Sie kein Fax oder E-Mail für Ihren Widerruf des Auftrages! Schreiben Sie kurz und schnörkellos und geben Sie Ihre Firma, ggfls Handelsregistereintrag, Namen & Adresse an, damit Ihr Schreiben zugeordnet werden kann.

Widerrufsfrist verpasst? Machen Sie sich schon mal darauf gefasst in den sauren Apfel zu beißen - hier ein Granny Smith

Widerrufsfrist verpasst? Machen Sie sich schon mal darauf gefasst, in den sprichwörtlichen sauren Apfel zu beißen - hier ein Granny Smith

Falls die Widerrufsfrist bereits verstrichen ist, sieht es so aus, als könnten Sie sich – anatomische Fähigkeiten vorausgesetzt – gepflegt ins eigene Hinterteil beißen. Falls Sie juristisch durch einen Anwalt vertreten werden, sollten Sie den auf jeden Fall nochmal fragen, was man vielleicht noch machen kann. Falls nichts mehr geht und sie in den wirklich sauren Apfel beißen und zwei Jahre für Ihren “Basiseintrag” zahlen müssen, kündigen Sie einfach sofort (!) den Vertrag zum angegebenen Ende der Laufzeit – natürlich ebenfalls postalisch als Einschreiben.

Warnen Sie befreundete Unternehmen und Geschäftsfreunde vor zwielichten Machenschaften und veröffentlichen Sie einen Beitrag auf Ihrer Homepage im Internet. Solche Unternehmen verdanken Ihr Dasein nur mangelnder Aufklärung! Sie graben Ihnen das Wasser ab, wenn Sie andere warnen.

Verkehren Sie ausschließlich schriftlich und per Einschreiben mit obskur erscheinenden Firmen. Das mag etwas Porto kosten, aber was sind ein paar Euro im Vergleich 1138,12 Euro? Mal ehrlich, wie nahe liegt diese Zahl an Ihrem Netto-Monatseinkommen?

Fazit
Lesen Sie aufmerksam jedes Schreiben, das Sie auffordert, irgendwie unterschrieben zurückgesendet zu werden, auf seinen Inhalt. Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale, fragen Sie bei Ihrer Stadt (Gewerbeaufsichtsamt oder Ordnungsamt) oder bei befreundeten Unternehmern nach oder machen Sie sich im Internet kundig!

Seien Sie doch Ihrem Geld nicht böse – es kann wirklich nichts dafür! Es will ja für sinnvolle Dinge ausgegeben werden oder Sie und Ihre Familie mit schönen Zwecken erfreuen! Geben Sie es bitte für gute Dinge aus – meiner Meinung nach gehört das Konto der GWE-Wirtschaftsinformationsgesellschaft m.b.H. nicht dazu!

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